Ausgewählter Artikel

(2004) MacNews

06.02.2004

 

 

Typisch untypisch: Kreativkopf Martin Tazl

 

Der Duisburger Kreativkopf Martin Tazl hat in den vergangenen Monaten eine Erfolgsgeschichte der besonderen Art erlebt: Der Manager der amerikanischen Nu- Metal-Band Limp Bizkit fragte Tazl, ob der nicht Lust hätte, die Internetpräsenz der Band zu erstellen. Das Ungewöhnliche dabei ist, dass Tazl sich weder für den Auftrag beworben noch eine besondere Beziehung zu den Musikern hatte. Das hat sich seitdem natürlich geändert.

 

 

Die Tazl-Strategie

Tazls derzeitiger Erfolg ist nicht vom Himmel gefallen. Er ist ausgebildeter Druckvorlagenhersteller und hatte bereits einige Jahre Erfahrung im Print- und Screendesign bei verschiedenen Agenturen gesammelt, bevor er 2002 den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Bereits 1997 fing er an, seine selbst gestalteten Bildschirmhintergründe auf diversen Internetseiten zu veröffentlichen und kostenlos zum Herunterladen bereit zu stellen. „Ich werde oft beklaut“, sagt Tazl, „aber der weltweite Zuspruch macht das wieder wett.“ Und in der Tat wurden nach einiger Zeit „Desktops designed by Tazl“ zu einer echten Marke im Netz. „Die Leute schrieben begeisterte E-Mails von der ganzen Welt“, erzählt Tazl vergnügt, „aus Argentinien, Nepal, Neuseeland ... das war schon geil.“ Auf diese Weise war auch Fred Durst, Sänger von Limp Bizkit, auf Tazl aufmerksam geworden und hatte dessen Internetseite über ein Jahr lang unter Beobachtung gehabt, bis er sich entschloss, über seinen Manager Kontakt mit dem Designer aufzunehmen. Die Strategie Tazls, alternative Vertriebswege zu eröffnen und seine Bekanntheit durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu steigern, geht auf – die Qualität seiner Desktops spricht für sich. „Ich bekomme meine Aufträge ohne Eigenakquise“, fasst Tazl die Ergebnisse seines subtilen Vorgehens zusammen. Insofern ist die Art der Anfrage von Limp Bizkit im Prinzip nichts Ungewöhnliches für Tazl, sondern passt offiziell zu seinem ganz gewöhnlichen Auftragseingang. Inoffiziell freut sich der Duisburger natürlich sehr über gerade diesen Auftrag, hat er ihn doch quasi über Nacht von einem lediglich innerhalb der Szene bekannten Designer zu einer echten Berühmtheit gemacht. Interviews und Artikel in Spiegel-Online, der Neuen Ruhr Zeitung und anderen Zeitungen wie auch ein Fernsehinterview bei SAT1 waren die Konsequenz.

Kommunikation im 21. Jahrhundert

Natürlich gibt es ein Telefon und selbstverständlich können auch auf dem Postweg Nachrichten ausgetauscht werden, aber ein PowerBook mit einer iSight-Kamera ist auf jeden Fall die netteste Möglichkeit der Kommunikation. Morgens um Fünf in Duisburg, 

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