ILLUSTRATIONEN

DIE SPRENGUNG DER WEISSEN RIESEN

Inklusion als Teil der Brand Strategy

Im März 2019 wurde der erste Weiße Riese von Hochheide gesprengt. Ich begleite im Auftrag der Abbruchfirma P&Z Prangenberg & Zaum GmbH den Abbruchprozess über alle Medien hinweg. Mehr als zwei Jahre brauchte die Vorbereitungszeit bis aus 320 Wohneinheiten am Ende nur noch 45.000 Tonnen Stahlbeton übrigblieben. Der erste Riese ist beseitigt, momentan befinden wir uns in der Phase der Vorbereitung zur Sprengung des zweiten Riesen. Mehr unter www.diesprengung.de

Der Abbruch großer Gebäude ist sowohl im Zuge der Planung, als auch in der Ausführung durch vielzeilige Faktoren geprägt. Im Falle des Weißen Riesen handelte es sich um ein ca. 62 Meter hohes Stahlbeton-Gebäude in sogenannter Schottenbauweise, dass in einem eng bebauten, vornehmlich durch Wohnen und Ladengeschäfte geprägten Stadtteil Duisburgs lag.

 

Der über 20 Obergeschosse und 320 Wohneinheiten verfügende Komplex erstreckte sich über eine Länge von ca. 90 m und gliederte sich in vier, voneinander baulich getrennte Einzelbauteile.

Die Kipp-Kollaps-Sprengung


Der erste Weiße Riese bestand aus vier aneinandergereihten Einzelgebäuden, die kurz hintereinander zeitversetzt gesprengt wurden. Die Sprengung des zweiten Riesen wird aufgrund der Gleichheit des Gebäudes erwartungsgemäß ähnlich geplant werden.

Der Ist-Zustand bei Übernahme

Der Ist-Zustand bei Übernahme

Zum Zeitpunkt der Übernahme des Gebäudes stand dieses nach einer bauordnungsrechtlich verfügten Räumung seit mehreren Jahren leer.

Deutliche Spuren als Folgen von Vandalismus, Verwahrlosung, des Befalls durch Tauben und vor allem einer Hals über Kopf erfolgten Räumung führten eine aufwändige Entkernung mit sich.

Dabei wurden unter anderem mehr als 800 Tonnen Sperrmüll und 2.500 kg Taubenkot entsorgt.

Die Schadstoffsanierung

Erst sauber machen, dann sprengen.

Im direkten Anschluss zur Entrümpelung erfolgte eine sehr umfangreiche Schadstoffsanierung, die insbesondere asbesthaltigen Produkten galt.

Neben Asbestzementprodukten, die vor allem die äußere Schicht der Fassade bildeten, mussten in den Innenbereichen schwachgebundene Bauteile mit sehr hohem Asbestanteil demontiert werden.

Infolge arbeitsschutztechnischer Vorgaben, der Gebäudeaufteilung, der Gebäudehöhe und der anzuwenden Sanierungstechnologien wurden insgesamt mehr als 100 Sanierungs- oder Schwarzbereiche eingerichtet und sukzessive abgearbeitet.

Hierbei galt es zunächst ein geeignetes Verfahren zu entwickeln, da der Abtrag von asbesthaltigen Putz- und Spachtelmaterial in dem im Projekt Weißer Riese erforderlichen Umfang bis dato nicht stattgefunden hatte.

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